Binden: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Keyword:''' Binden
  
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'''Links:''' [[Bindung]] [[Beziehung]] [[Knoten]] [[Coniunctio]] [[Ring]] [[Seil]] [[Trennung]]
  
'''Definition:''' Die germanischen Bezeichnungen des weichen Schwermetalls Beli beruhen auf einer substantivierten Adjektivbildung indogermanischen Wortformen von "schimmern, leuchten, glänzen". Das Metall ist als das "bläulich Glänzende" benannt worden..
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'''Definition:''' Binden und trennen sind als Polarität zentrale Entwicklungsmöglichkeiten menschlichen Seins.
  
'''Information:''' Verwendet wird Blei zur Herstellung von Akkumulatoren, Kabelmänteln, Rohren, Farben und Gefäßen für aggressive Flüssigkeiten sowie im Strahlenschutz zur Absorption von Röntgen- und Gammastrahlen, ferner als Legierungsmaterial und als Gewicht.
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'''Information:''' Binden meint einerseits das Binden der Materie, Schuhe zu binden, einen Blumenstrauß zu binden, eine Wunde zu verbinden. Gleichzeitig ist die metaphysische Bindung angesprochen. Wobei binden und lösen als eine Polarität gesehen werden können.
  
'''Interpretation:''' Blei imponiert durch sein hohes spezifisches Gewicht. Es ist ein unedles Metall und daher Symbol der Schwere, Dichte, Unreinheit und Undurchdringlichkeit, der Bedrückung und der Melancholie ([[Depression]]); in der christlichen Symbolik auch der Sündhaftigkeit des Menschen.
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'''Interpretation:''' Mit der Trauung binden sich Frau und Mann und unterstreichen dieses Ritual mit dem Symbol des [[Ringes]]. Der Priester trägt eine Priesterbinde und fühlt sich durch die Priesterweihe an seine Kirche zugehörig und gebunden. Es ist das Binden mithilfe einer Kraft oder Macht gemeint, die nicht von dieser Welt ist, nicht naturwissenschaftlich erklärbar ist. Sei es die Kraft der [[Liebe]] in einer Ehe, die im Ritual der Eheschließung erbeten wird oder die Kraft der Gottesliebe als Priester, die in der Priesterweihe symbolisch gegeben wird.
  
Blei, mhd. bli, führt zu den Farbnamen Blau und Grau (bliwa). Es ist das blaue oder graue Metall.
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Binden wird als übernatürliches Mittel genutzt, z. B. jemandem die Daumen drücken, mit guten Wünschen segnen etc. Es kann u. U. schwer sein, sich wieder von diesen Kräften zu lösen. Sei es z. B. bei einer Scheidung, wenn ein Partner nach vielen Jahr noch sagt, es ist wie ein Zauber, ich fühle mich immer noch gebunden. Zur Lösung der Bindung scheinen Rituale der Trennung am Ende ebenso von Bedeutung, wie am Anfang einer Verbindung.
 
 
In der Alchemie ist Blei die Grundsubstanz, die prima materia (Arkan- oder Wandlungssubstanz), die durch die Prozeduren des alchemistischen Prozesses zu dem edlen [[Gold]] gewandelt wird. Aus Blei Gold zu gewinnen war für manche Alchemisten ein durchaus realistisches Unterfangen: In Nachahmung der Vorstellung, in der Natur entwickle sich das edle Metall Gold in großen Zeiträumen aus dem unedlen Blei, versuchten die Alchemisten in ihrem Labor diesen Prozess beschleunigt nachzuvollziehen und so "contra naturam" aus dem natürlichen Blei das künstlich gewonnene Gold herzustellen.
 
 
 
Das Blei beinhaltet einen inneren Gegensatz, der auf verschiedene Weise beschrieben wird: z. B." [...] aus dem Blei der Wassergegend wächst das edle Gold", oder: die "materia prima", das Blei der Philosophen, das man auch "das Blei der Luft" nennt. In seinem Inneren befindet sich entweder die weiße [[Taube]] des Heiligen Geistes oder aber ein gefährlicher [[Dämon]], der den Adepten wahnsinnig macht. Aus diesen Formulierungen geht hervor, dass die Alchemisten mit ihren Umwandlungsprozessen im [[Labor]] ein spiritiuelles Anliegen hatten, in dem es darum ging, nicht nur die äußere Materie, sondern auch den inneren Menschen zu verwandeln und im Gold zu höherer Bewusstheit zu führen. Blei erscheint auch als der "eherne Mann" oder der "graue Mann, der innen weiß ist" (Blei, das Metall des Saturn).
 
 
 
In der Sprache wird auf die Schwere von Blei, die in der Depression oder in körperliche Abgeschlagenheit zum Ausdruck kommt, angespielt, z. B. fühlt man sich "schwer wie Blei" (wie "ein bleierns Vögele"), oder hat "Blei an den Füßen".
 
 
 
In dem Film "Die bleierne Zeit" spielt Margarethe von Trottha auf die lastende Atmosphäre in der BRD zur Zeit von Baader/Meinhof an.
 
 
 
C. G. Jung hat die Analogie von Prozessbildern der Individualpsyche mit dem geistesgeschichtlichen Phänomen der alchemistischen Bilderserien und Symbole beobachtet. Der Individuationsprozess zeigt starke Übereinstimmung mit dem alchemistischen Wandlungsprozess.
 
 
 
Aus dem Individuationsprozess einer Frau im mittleren Alter stammt folgender Traum mit einer Symbolisierung, die an alchemistische Symbolik erinnert: "Ich stehe am Meer. Vor mir taucht ein völlig grauer, geharnischter älterer Mann aus den Fluten auf." Aus dem [[Meer]] ("der Wassergegend"), das als Bild des Unbewussten verstanden werden kann, steigt der graue Mann. Amplifikatorisch erinnert er an den "grauen" oder "ehernen" Mann im alchemistischen Prozess. Zu dem Harnisch fällt der Frau ihr Vater ein, den sie als starr und gepanzert erlebt hat. In dem grauen ("bleiernen") Mann kündigt sich überdies eine depressive Phase im inneren Prozess der Patientin an.
 
  
 
'''Literatur:''' Standard
 
'''Literatur:''' Standard
  
'''Autor:''' Daniel, Rosmarie
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'''Autor:''' Leibig, Margarete

Version vom 4. November 2011, 16:02 Uhr

Keyword: Binden

Links: Bindung Beziehung Knoten Coniunctio Ring Seil Trennung

Definition: Binden und trennen sind als Polarität zentrale Entwicklungsmöglichkeiten menschlichen Seins.

Information: Binden meint einerseits das Binden der Materie, Schuhe zu binden, einen Blumenstrauß zu binden, eine Wunde zu verbinden. Gleichzeitig ist die metaphysische Bindung angesprochen. Wobei binden und lösen als eine Polarität gesehen werden können.

Interpretation: Mit der Trauung binden sich Frau und Mann und unterstreichen dieses Ritual mit dem Symbol des Ringes. Der Priester trägt eine Priesterbinde und fühlt sich durch die Priesterweihe an seine Kirche zugehörig und gebunden. Es ist das Binden mithilfe einer Kraft oder Macht gemeint, die nicht von dieser Welt ist, nicht naturwissenschaftlich erklärbar ist. Sei es die Kraft der Liebe in einer Ehe, die im Ritual der Eheschließung erbeten wird oder die Kraft der Gottesliebe als Priester, die in der Priesterweihe symbolisch gegeben wird.

Binden wird als übernatürliches Mittel genutzt, z. B. jemandem die Daumen drücken, mit guten Wünschen segnen etc. Es kann u. U. schwer sein, sich wieder von diesen Kräften zu lösen. Sei es z. B. bei einer Scheidung, wenn ein Partner nach vielen Jahr noch sagt, es ist wie ein Zauber, ich fühle mich immer noch gebunden. Zur Lösung der Bindung scheinen Rituale der Trennung am Ende ebenso von Bedeutung, wie am Anfang einer Verbindung.

Literatur: Standard

Autor: Leibig, Margarete