Eis

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Keyword: Eis

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Definition: Eis (ahd., mhd. is) ist der gefrorene Aggregatzustand des Wassers und kann in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten, z. B. als Hagelkorn, Eiswürfel oder Gletscher. Auch Schnee besteht aus Eiskristallen.

Information: Keine

Interpretation: Eis wird symbolisch mit Kälte und Erstarrung in Verbindung gebracht, im Besonderen mit Beziehungs- und Gefühlskälte. Dies kann Ausdruck eines Persönlichkeitsstils, einer traumatischen Erfahrung oder einer seelischen Krise sein (Angst, Depression, Einsamkeit, Trauer, Unsicherheit, Verlusterfahrung).

Ein Herz aus Eis haben, bedeutet ein hohes Maß an Mitleidlosigkeit, Unbarmherzigkeit und Lieblosigkeit. In Märchen und Geschichten ist die Eisprinzessin oder Schneekönigin von makelloser äußerer Schönheit aber ihr Gefühlsleben ist erstarrt. Traditionell muss sie erlöst werden, sie wird aufgetaut, ihr kaltes Herz wird erwärmt und ihre Gefühle werden zum Leben erweckt.

Wenn sich die Stimmung bei sich fremden Menschen gelockert hat, die ersten Hemmungen beseitigt sind und der Kontakt aufgenommen wird, so "taut man allmählich auf" oder es ist "das Eis gebrochen", abgeleitet von den Schiffern, die im Winter das Eis der Flüsse durchbrechen, den Weg bahnen müssen.

Bei Unterbrechung oder Verschiebung wird eine Sache auf Eis gelegt, d. h. sie bleibt zwar erhalten, aber wird jetzt nicht genutzt.

Wer sich auf dünnes Eis wagt, ist unvorsichtig, wagt sich in ein gefährliches Gebiet.

Jemand aufs glatte Eis führen bedeutet, ihn zu überlisten. Das Lecken von Speiseeis ist Ausdruck der Sinnenlust und wird oft in einen erotischen Zusammenhang gebracht, z. B. mit Oralverkehr.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette