Ernte: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Definition:''' Mit Ernte (mhd. arnot zu arnon = ernten, zu: aran = Ernte, urspr. = Erntezeit, Sommer) bezeichnet man das Einbringen der Feld- und Gartenfrüchte.
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'''Definition:''' Mit Ernte (mhd. arnot zu arnon = ernten, zu: aran = Ernte, urspr. = Erntezeit, Sommer) bezeichnet man das Einbringen der Feld- und Gartenfrüchte, in der Fortwirtschaft wird auch von Holzernte gesprochen.
  
'''Information:''' Die Ernte ist der wichtigste Zeitraum des landwirtschaftlichen Jahres. Große Bedeutung für die Ernte haben der richtige Zeitpunkt, das Wetter und eine schnelle Abwicklung der Arbeiten. Das Überleben des kommenden Winters war früher nur gesichert, wenn die Ernteerträge erfolgreich eingebracht und gelagert wurden, Missernten führten häufig zu Hungersnöten in der Bevölkerung. Der Beginn und Abschluss der Ernte wurde von Erntebräuchen begleitet, wie dem gemeinsamen Gebet vor Arbeitsbeginn, dem Schmücken des Erntewagens und Erntesprüchen. Bis auf das kirchliche Erntedankfest, das an die Stelle der heidnischen Ernteopfer getreten ist, werden die Bräuche heutzutage kaum noch gepflegt.
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'''Information:''' Die Ernte ist der wichtigste Zeitraum des landwirtschaftlichen Jahres. Große Bedeutung für die Ernte haben der richtige Zeitpunkt, das Wetter und eine schnelle Abwicklung der Arbeiten. Das Überleben des kommenden Winters war früher nur gesichert, wenn die Ernteerträge erfolgreich eingebracht und gelagert wurden; Missernten führten häufig zu Hungersnöten in der Bevölkerung, manchmal sogar zu Auswanderungswellen. Bereits in der Antike waren Erntedankfeste bekannt und wurden regional unterschiedlich gefeiert. Der Beginn und Abschluss der Ernte wurde auf dem Land von alters her von Erntebräuchen begleitet, etwa dem Schmücken des Erntewagens und Erntesprüchen. Gedankt wurde Gott oder den Vegetationsgöttern aus dem Wissen heraus, dass die menschliche Arbeit alleine nicht über den Erfolg einer Ernte entscheiden konnte.
  
'''Interpretation:''' Sinnbildlich kann Ernte für Erfolg, Ertrag, Ergebnis, für die Früchte der eigenen Arbeit und des eigenen Bemühens stehen.
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In Deutschland wurde 1934, verbunden mit der Blut- und Bodenideologie des Naziregime, ein offizieller Erntedanktag eingeführt und auf den ersten Sonntag nach Michaelis (29. September) gelegt, wurde aber bereits seit dem dritten Jahrhundert nach Christus um diese Zeit herum gefeiert, z.a. mit Ernteprozessionen. Heutzutage wird das Erntedankfest meist in Gottesdiensten gefeiert, dabei werden oft Erntegüter am Altar aufgebaut. Erntedank ist aber kein kirchlicher Feiertag. Thanksgiving in Amerika (gefeiert am 4. Donnerstag im November) ist staatlicher Feiertag, in Erinnerung an das erste Erntedankfest der Pilgerväter. Gedankt wird nicht nur für die Ernte, sondern überhaupt für alles Gelingende. s führte 1934 dazu, daauf das kirchliche Erim ntedankfest, das an die Stelle der heidnischen Ernteopfer getreten ist, werden die Bräuche heutzutage kaum noch gepflegt.
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'''Interpretation:''' Sinnbildlich kann Ernte für Erfolg, Ertrag, Ergebnis, für die Früchte der eigenen Arbeit und des eigenen Bemühens stehen, wobei immer mit zu berücksichtigen ist, dass auch andere Faktoren günstig sein müssen.
  
 
In der christlichen Kunst steht die Ernte häufig symbolisch für das Jüngste Gericht. Van Gogh äußert sich zu einem seiner Erntebilder mit gelbem Sonnenlicht, gelben Sonnenblumen, gelbem Korn und gelber Landschaft folgendermaßen: "Es ist ein Bild des Todes, so wie es das große Buch der Natur verkündet. Was ich darin anstrebe, ist das fast Lächelnde."
 
In der christlichen Kunst steht die Ernte häufig symbolisch für das Jüngste Gericht. Van Gogh äußert sich zu einem seiner Erntebilder mit gelbem Sonnenlicht, gelben Sonnenblumen, gelbem Korn und gelber Landschaft folgendermaßen: "Es ist ein Bild des Todes, so wie es das große Buch der Natur verkündet. Was ich darin anstrebe, ist das fast Lächelnde."

Version vom 5. Januar 2012, 13:05 Uhr

Keyword: Ernte

Links: Ähre, Erde, Frucht

Definition: Mit Ernte (mhd. arnot zu arnon = ernten, zu: aran = Ernte, urspr. = Erntezeit, Sommer) bezeichnet man das Einbringen der Feld- und Gartenfrüchte, in der Fortwirtschaft wird auch von Holzernte gesprochen.

Information: Die Ernte ist der wichtigste Zeitraum des landwirtschaftlichen Jahres. Große Bedeutung für die Ernte haben der richtige Zeitpunkt, das Wetter und eine schnelle Abwicklung der Arbeiten. Das Überleben des kommenden Winters war früher nur gesichert, wenn die Ernteerträge erfolgreich eingebracht und gelagert wurden; Missernten führten häufig zu Hungersnöten in der Bevölkerung, manchmal sogar zu Auswanderungswellen. Bereits in der Antike waren Erntedankfeste bekannt und wurden regional unterschiedlich gefeiert. Der Beginn und Abschluss der Ernte wurde auf dem Land von alters her von Erntebräuchen begleitet, etwa dem Schmücken des Erntewagens und Erntesprüchen. Gedankt wurde Gott oder den Vegetationsgöttern aus dem Wissen heraus, dass die menschliche Arbeit alleine nicht über den Erfolg einer Ernte entscheiden konnte.

In Deutschland wurde 1934, verbunden mit der Blut- und Bodenideologie des Naziregime, ein offizieller Erntedanktag eingeführt und auf den ersten Sonntag nach Michaelis (29. September) gelegt, wurde aber bereits seit dem dritten Jahrhundert nach Christus um diese Zeit herum gefeiert, z.a. mit Ernteprozessionen. Heutzutage wird das Erntedankfest meist in Gottesdiensten gefeiert, dabei werden oft Erntegüter am Altar aufgebaut. Erntedank ist aber kein kirchlicher Feiertag. Thanksgiving in Amerika (gefeiert am 4. Donnerstag im November) ist staatlicher Feiertag, in Erinnerung an das erste Erntedankfest der Pilgerväter. Gedankt wird nicht nur für die Ernte, sondern überhaupt für alles Gelingende. s führte 1934 dazu, daauf das kirchliche Erim ntedankfest, das an die Stelle der heidnischen Ernteopfer getreten ist, werden die Bräuche heutzutage kaum noch gepflegt.

Interpretation: Sinnbildlich kann Ernte für Erfolg, Ertrag, Ergebnis, für die Früchte der eigenen Arbeit und des eigenen Bemühens stehen, wobei immer mit zu berücksichtigen ist, dass auch andere Faktoren günstig sein müssen.

In der christlichen Kunst steht die Ernte häufig symbolisch für das Jüngste Gericht. Van Gogh äußert sich zu einem seiner Erntebilder mit gelbem Sonnenlicht, gelben Sonnenblumen, gelbem Korn und gelber Landschaft folgendermaßen: "Es ist ein Bild des Todes, so wie es das große Buch der Natur verkündet. Was ich darin anstrebe, ist das fast Lächelnde."

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette