Hammer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Definition:''' Der Hammer (mhd. hamer, ahd. hamar, eigtl. = (Werkzeug aus) Stein) ist ein Werkzeug zum Schlagen und zum Formen von Gegenständen, wie z. B. das Eisen beim Schmieden und besteht aus einem Kopf und einem Stiel.
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'''Definition:''' Der Hammer (mhd. hamer, ahd. hamar: Werkzeug aus Stein), ist ein Werkzeug zum Schlagen, Einschlagen, Treiben und zum Formen von Gegenständen.
  
'''Information:''' Keine
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'''Information:''' Der Hammer geht zurück auf den Faustkeil und die Steinaxt der Steinzeitmenschen, verwendet wurde er als Waffe und Werkzeug. Er besteht klassisch aus einem Stil und einem Kopf, letzterer seit der Bronzezeit aus Metall. Seit die Menschen Metalle verarbeiten, benutzen die Schmiede ihn zum Schmieden. Zur Benutzung des Hammers ist Kraft erforderlich, die mit Geschicklichkeit auf einen bestimmten Punkt zielt und schlägt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedenste Hammer für verschiedenste Arbeiten entwickelt. In sozialistischen Staaten gilt er deswegen als Zeichen für die Arbeiterklasse.
  
'''Interpretation:''' Der Hammer war ursprünglich eine Waffe, wovon sich seine große symbolische Bedeutung für Macht, Aktivität und Stärke ableiten lässt. Als Handwerkzeug steht er für „harte“ Arbeit, Energie, Entschlossenheit, Eindringlichkeit („jemanden etwas einhämmern“).
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In Irland und Schottland wurden seit dem Mittelalter Schmiedehammer auch als Wurfhammer für den sportlichen Wettbewerb benutzt. Hammerwerfen ist heute eine Disziplin der Leichtathletik.
  
In der germanischen Mythologie ist er ein Attribut des Donnergottes Thor, dessen Hammer, wenn er ihn gegen Riesen schleuderte, wie ein Bumerang zurückkehrte. Die Germanen deuteten den Blitz als sichtbares Zeichen, dass Thor seinen Hammer zur Erde geschleudert hatte. Thor war auch für die Weihe der Ehe zuständig, daher galt der Hammer auch als Symbol der Fruchtbarkeit. Als kommunistisches Symbol der Solidarität von Arbeitern (Hammer) und Bauern (Sichel) symbolisiert der Hammer die Arbeiterklasse.
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Mit einem kleinen Hammer verleihen Richter bei Gerichtsverhandlungen Nachdruck, auf Auktionen wird der Auktionshammer zur Bekräftigung verwendet.
  
Das Standeszeichen des Schmieds ist der Hammer, mit dem er auf magische Weise Diebe und Feinde erschlagen kann. Sowohl der Donnerkeil Zeus als auch der Hammer Thors wurden von göttlichen Schmieden gefertigt. Der H Hammer ist Attribut von der Heiligen Eligius, Joel, Juliana und Reinhold. In der Antike von Haphaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst und von Zeus. Das Höchstgebot bei Versteigerungen wird mit dem Hammerschlag bestätigt. In Gerichtsverhandlungen wird der Hammer als Ordnungsruf gebraucht.
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Hammerschlag ist eine Lackierung, die beim Trocknen eine spezielle Oberflächenstruktur erzeugt, wodurch der Eindruck erweckt wird, der lackierte Gegenstand sei mit vielen Hammerschlägen bearbeitet.  
  
Wissen, wo der Hammer hängt bedeutet, sich genau auszukennen, falls man jemandem zeigt, wo der Hammer hängt, weist man ihn zurecht. Wenn etwas unter dem Hammer kommt, wird es versteigert. Mit Hammer kann umgangssprachlich sowohl eine Unverschämtheit, ein Übel oder aber eine großartige Sache bezeichnet werden.
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'''Interpretation:''' Der Hammer ist ursprünglich eine Waffe und ein Werkzeug, wovon sich seine große symbolische Bedeutung für Macht, Aktivität und Stärke ableiten lässt. Noch im Mittelalter ist der Kampf- oder Streithammer als Waffe verwendet worden.
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Mit großer Kraft konnte er durch die Rüstung eines Gegners geschlagen werden, und durch seine Spitze auf in dessen Körper dringen. Als Handwerkzeug steht er für "harte" Arbeit, Energie, Entschlossenheit, Eindringlichkeit. Hammer wurden und werden z. B. in verschiedenen Darstellungen und Kombinationen für  Abzeichen und Flaggen benutzt, wenn harte Handwerksarbeit betont werden soll, so z. B. Hammer (für die Arbeiterklasse) und Sichel (Bauern) in sozialistischen Staaten.
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In der germanischen Mythologie ist der Hammer Mjölnir ein Attribut des Donnergottes Thor/Donar. Gegen Riesen geschleudert, kehrte er wie ein Bumerang zurück zum Werfer. Der Blitz war den Germanen sichtbares Zeichen dafür, dass Thor seinen Hammer zur Erde geschleudert hatte. Da Thor Vegetationsgott war, außerdem zuständig für die Ehe, war der Hammer Symbol der Fruchtbarkeit. Auch der Gerichtshammer geht auf Thor zurück: Thor stand für die juristischen Absprachen der Germanen. In der Antike ist der Hammer Attribut des Schmiedegottes Hephaistose und des Zeus selber. Sowohl der Hammer Thors als auch der Donnerkeil Zeus wurden von göttlichen Schmieden gefertigt. Einer Legende nach soll Pythagoras die Grundlagen der Musiktheorie entwickelt haben, als er in einer Schmiede das harmonische Zusammenklingen verschiedener Hämmer hörte. Christliche Heilige, z.B. Eligius, der Huf-, später Goldschmied war, führen ebenfalls den Hammer mit sich.
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Redewendungen, die sich auf den Hammer beziehen finden sich in verschiedenen Gebieten: Im übertragenen Sinn können wir durch stetige Wiederholung des immer gleichen "jemanden etwas einhämmern", wenn uns etwas immer wieder in unseren Gedanken beschäftigt, dann können wir den Eindruck haben, dass es in unserem Kopf hämmert. Jemandem zeigen, wo der Hammer hängt, heißt, dass man diesem sagt, was er zu tun hat oder ihn rügt. Wenn etwas ein Hammer ist, dann ist damit entweder eine Unverschämtheit oder aber eine wirklich bewundernswerte Sache gemeint. Einen Hammer haben oder behämmert sein ist eine Beschimpfung, die meint, dass jemand dumm ist. Und den Hammer fallen lassen ist ein bildhafter Ausdruck dafür,dass jemand (über-)pünktlich seine Arbeit beendet.
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Mit Bezug darauf, dass auf Auktionen Gebote mit Hammerschlag abgeschlossen und damit eine Sache versteigert ist, spricht man vom versteigern auch als unter den Hammer kommen. Die Redewendung "Zwischen Hammer und Amboss" kommen, bedeutet, dass man zwischen gegnerische Meinungen gerät und dabei Schaden erleidet.
  
 
'''Literatur:''' Standard
 
'''Literatur:''' Standard
  
'''Autor:''' N. N.
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'''Autor:''' Müller, Anette

Version vom 6. Januar 2012, 20:33 Uhr

Keyword: Hammer

Links: Amboss, Schmied, Werkzeug

Definition: Der Hammer (mhd. hamer, ahd. hamar: Werkzeug aus Stein), ist ein Werkzeug zum Schlagen, Einschlagen, Treiben und zum Formen von Gegenständen.

Information: Der Hammer geht zurück auf den Faustkeil und die Steinaxt der Steinzeitmenschen, verwendet wurde er als Waffe und Werkzeug. Er besteht klassisch aus einem Stil und einem Kopf, letzterer seit der Bronzezeit aus Metall. Seit die Menschen Metalle verarbeiten, benutzen die Schmiede ihn zum Schmieden. Zur Benutzung des Hammers ist Kraft erforderlich, die mit Geschicklichkeit auf einen bestimmten Punkt zielt und schlägt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedenste Hammer für verschiedenste Arbeiten entwickelt. In sozialistischen Staaten gilt er deswegen als Zeichen für die Arbeiterklasse.

In Irland und Schottland wurden seit dem Mittelalter Schmiedehammer auch als Wurfhammer für den sportlichen Wettbewerb benutzt. Hammerwerfen ist heute eine Disziplin der Leichtathletik.

Mit einem kleinen Hammer verleihen Richter bei Gerichtsverhandlungen Nachdruck, auf Auktionen wird der Auktionshammer zur Bekräftigung verwendet.

Hammerschlag ist eine Lackierung, die beim Trocknen eine spezielle Oberflächenstruktur erzeugt, wodurch der Eindruck erweckt wird, der lackierte Gegenstand sei mit vielen Hammerschlägen bearbeitet.

Interpretation: Der Hammer ist ursprünglich eine Waffe und ein Werkzeug, wovon sich seine große symbolische Bedeutung für Macht, Aktivität und Stärke ableiten lässt. Noch im Mittelalter ist der Kampf- oder Streithammer als Waffe verwendet worden.

Mit großer Kraft konnte er durch die Rüstung eines Gegners geschlagen werden, und durch seine Spitze auf in dessen Körper dringen. Als Handwerkzeug steht er für "harte" Arbeit, Energie, Entschlossenheit, Eindringlichkeit. Hammer wurden und werden z. B. in verschiedenen Darstellungen und Kombinationen für Abzeichen und Flaggen benutzt, wenn harte Handwerksarbeit betont werden soll, so z. B. Hammer (für die Arbeiterklasse) und Sichel (Bauern) in sozialistischen Staaten.

In der germanischen Mythologie ist der Hammer Mjölnir ein Attribut des Donnergottes Thor/Donar. Gegen Riesen geschleudert, kehrte er wie ein Bumerang zurück zum Werfer. Der Blitz war den Germanen sichtbares Zeichen dafür, dass Thor seinen Hammer zur Erde geschleudert hatte. Da Thor Vegetationsgott war, außerdem zuständig für die Ehe, war der Hammer Symbol der Fruchtbarkeit. Auch der Gerichtshammer geht auf Thor zurück: Thor stand für die juristischen Absprachen der Germanen. In der Antike ist der Hammer Attribut des Schmiedegottes Hephaistose und des Zeus selber. Sowohl der Hammer Thors als auch der Donnerkeil Zeus wurden von göttlichen Schmieden gefertigt. Einer Legende nach soll Pythagoras die Grundlagen der Musiktheorie entwickelt haben, als er in einer Schmiede das harmonische Zusammenklingen verschiedener Hämmer hörte. Christliche Heilige, z.B. Eligius, der Huf-, später Goldschmied war, führen ebenfalls den Hammer mit sich.

Redewendungen, die sich auf den Hammer beziehen finden sich in verschiedenen Gebieten: Im übertragenen Sinn können wir durch stetige Wiederholung des immer gleichen "jemanden etwas einhämmern", wenn uns etwas immer wieder in unseren Gedanken beschäftigt, dann können wir den Eindruck haben, dass es in unserem Kopf hämmert. Jemandem zeigen, wo der Hammer hängt, heißt, dass man diesem sagt, was er zu tun hat oder ihn rügt. Wenn etwas ein Hammer ist, dann ist damit entweder eine Unverschämtheit oder aber eine wirklich bewundernswerte Sache gemeint. Einen Hammer haben oder behämmert sein ist eine Beschimpfung, die meint, dass jemand dumm ist. Und den Hammer fallen lassen ist ein bildhafter Ausdruck dafür,dass jemand (über-)pünktlich seine Arbeit beendet.

Mit Bezug darauf, dass auf Auktionen Gebote mit Hammerschlag abgeschlossen und damit eine Sache versteigert ist, spricht man vom versteigern auch als unter den Hammer kommen. Die Redewendung "Zwischen Hammer und Amboss" kommen, bedeutet, dass man zwischen gegnerische Meinungen gerät und dabei Schaden erleidet.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette