Psychopompos: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Symbolonline
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt: „'''Keyword:''' Psychopompos '''Links:''' Alchemie, Anima / Animus Hermes-Mercurius Hierophant, Imagination, Intitiation, Märchen, [[…“)
 
Zeile 1: Zeile 1:
 
'''Keyword:''' Psychopompos
 
'''Keyword:''' Psychopompos
  
'''Links:''' [[Alchemie]], [[Anima]] / Animus [[Hermes]]-Mercurius [[Hierophant]], [[Imagination]], [[Intitiation]], [[Märchen]], [[Mythos]] > [[Pfarrer]], [[Priester]], [[Selbst]]
+
'''Links:''' [[Alchemie]], [[Anima/Animus]], [[Hermes]]-Mercurius [[Hierophant]], [[Imagination]], [[Intitiation]], [[Märchen]], [[Mythos]] > [[Pfarrer]], [[Priester]], [[Selbst]]
  
 
'''Definition:''' Ein Psychopompos (griech. pompe: Sendung, Geleit) oder Seelenführer ist eine archetypische Gestalt aus dem [[Mythos]], der [[Religion]], dem [[Märchen]] und der [[Hermetik]], der in Zeiten der Not, der [[Krise]], des Übergangs und der [[Initiation]] die Funktion der Begleitung, der Führung und Wegweisung hat.
 
'''Definition:''' Ein Psychopompos (griech. pompe: Sendung, Geleit) oder Seelenführer ist eine archetypische Gestalt aus dem [[Mythos]], der [[Religion]], dem [[Märchen]] und der [[Hermetik]], der in Zeiten der Not, der [[Krise]], des Übergangs und der [[Initiation]] die Funktion der Begleitung, der Führung und Wegweisung hat.

Version vom 5. Juni 2012, 10:54 Uhr

Keyword: Psychopompos

Links: Alchemie, Anima/Animus, Hermes-Mercurius Hierophant, Imagination, Intitiation, Märchen, Mythos > Pfarrer, Priester, Selbst

Definition: Ein Psychopompos (griech. pompe: Sendung, Geleit) oder Seelenführer ist eine archetypische Gestalt aus dem Mythos, der Religion, dem Märchen und der Hermetik, der in Zeiten der Not, der Krise, des Übergangs und der Initiation die Funktion der Begleitung, der Führung und Wegweisung hat.

Information: In den Kreis der Seelenführer gehören alle Figuren, die Botschaften und Orientierung vermitteln, etwa vom Himmel zur Erde oder auch von der Erde zum Himmel (Engel), in neue Bereiche vor allem der Transzendenz, des "Jenseits" oder des Totenreiches geleiten und Menschen mit einer neuen Dimension verbinden. Sie verfügen meist über etwas Geheimnisvolles oder Numinoses, sind im Besitz von besonderen Fähigkeiten und Möglichkeiten und haben häufig auch eine ambivalente, göttlich-dämonische, tricksterhafte Natur (Narr, Trickster).

Eine der bekanntesten klassischen Psychopomposfiguren ist Hermes-Mercurius, der griechische Götterbote. Die Ägypter hatten den hunde- oder schakalköpfigen Anubis. In germanischer Mythologie holen die Walküren die gefallenen Krieger vom Schlachtfeld nach Walhalla, bei den Kelten ist Ogma Seelenführer. Im Christentum sind es der Engel Michael oder der Riese Christophorus; an der Pforte zum Himmel erwartet der Petrus die Seele, die Einlass begehrt. In Märchen und Fantasiegeschichten erscheinen Psychopompoi manchmal auch als Fabelwesen, Feen, Zwerge oder Tiere. In imaginativen Verfahren wird oft Kontakt zu solchen hilfreichen, begleitenden und rat gebenden Gestalten aufgenommen.

Weitere Psychopompoi gestalten oder Berufsgruppen, auf die diese Funktion leicht projiziert wird, sind z. B. Religionsstifter, berühmte (Mana-) Persönlichkeiten, Politiker, Meister und Gurus, Pfarrer, Priester, heilige, alte und weise Männer oder Frauen (Weise / r, alte / r), Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten.

C. G. Jung bezeichnet auch Anima / Animus als Seelenführer (Psyche), weil sie Brücke oder Vermittler zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten sind, nach innen, zur eigenen Seele, ins Unbewusste deuten, führen oder manchmal auch zwingen.

Bei den Psychopomposgestalten handelt es sich aber häufig auch um Personifikationen des Selbst.

Interpretation: Keine

Literatur: Standard

Interpretation: Müller, Anette