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'''Definition:''' Die Salbe (mhd. salbe, ahd. salba) ist ein schmierfähiges, fettiges Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten, Wunden, zum Kühlen und Erwärmen oder zu kosmetischen Zwecken zur Anwendung auf der Haut.
 
'''Definition:''' Die Salbe (mhd. salbe, ahd. salba) ist ein schmierfähiges, fettiges Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten, Wunden, zum Kühlen und Erwärmen oder zu kosmetischen Zwecken zur Anwendung auf der Haut.
  
'''Information:''' Keine
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'''Information:''' Im alten Orient war die Salbung ein Mittel der Körperpflege und der Medizin und wurde in alttestamentlicher Zeit zu einem religiösen Ritual bei der Weihe von Priestern, Propheten und sakralen Gegenständen, bei der göttliche Gnade und Weisheit verliehen wurde.
  
'''Interpretation:''' Im alten Orient war die Salbung ein Mittel der Körperpflege und der Medizin und wurde in alttestamentlicher Zeit zu einem religiösen Ritual bei der Weihe von Priestern, Propheten und sakralen Gegenständen, bei der göttliche Gnade und Weisheit verliehen wurde.
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Kaiser und Könige ließen sich bei ihrem Amtsantritt salben, wodurch ihnen zusätzlich zu ihrer weltlichen Macht eine priesterähnliche Stellung zukam. Im AT ist die Salbung für Saul, David und Salomo bezeugt, sie ist Zeichen dafür, dass ihnen für ihr Amt die Kraft Gottes verliehen wurde. In der Apokalyptik gilt der Messias als der Gesalbte (Gottes), im NT Jesus Christus (Johannes 1, 41). In der katholischen Kirche ist die Salbung mit Öl Bestandteil der liturgischen Handlung, die Krankensalbung ist eines der sieben Sakramente. Sie wird Schwerkranken und Sterbenden gespendet und soll Stärkung und Trost bringen. Übertrieben feierliches Sprechen wird auch als salbungsvolles Sprechen bezeichnet.
  
Kaiser und Könige ließen sich bei ihrem Amtsantritt salben, wodurch ihnen zusätzlich zu ihrer weltlichen Macht eine priesterähnliche Stellung zukam. Im AT ist die Salbung für Saul, David und Salomo bezeugt, sie ist Zeichen dafür, dass ihnen für ihr Amt die Kraft Gottes verliehen wurde. In der Apokalyptik gilt der Messias als der Gesalbte (Gottes), im NT Jesus Christus (Johannes 1, 41). In der katholischen Kirche ist die Salbung mit Öl Bestandteil der liturgischen Handlung, die Krankensalbung ist eines der sieben Sakramente. Sie wird Schwerkranken und Sterbenden gespendet und soll Stärkung und Trost bringen. Übertrieben feierliches Sprechen wird auch als salbungsvolles Sprechen bezeichnet.
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'''Interpretation:''' Keine
  
 
'''Literatur:''' Standard
 
'''Literatur:''' Standard
  
 
'''Autor:''' Müller, Anette
 
'''Autor:''' Müller, Anette

Version vom 5. Juni 2012, 11:30 Uhr

Keyword: Salbe

Links: Haut, Öl

Definition: Die Salbe (mhd. salbe, ahd. salba) ist ein schmierfähiges, fettiges Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten, Wunden, zum Kühlen und Erwärmen oder zu kosmetischen Zwecken zur Anwendung auf der Haut.

Information: Im alten Orient war die Salbung ein Mittel der Körperpflege und der Medizin und wurde in alttestamentlicher Zeit zu einem religiösen Ritual bei der Weihe von Priestern, Propheten und sakralen Gegenständen, bei der göttliche Gnade und Weisheit verliehen wurde.

Kaiser und Könige ließen sich bei ihrem Amtsantritt salben, wodurch ihnen zusätzlich zu ihrer weltlichen Macht eine priesterähnliche Stellung zukam. Im AT ist die Salbung für Saul, David und Salomo bezeugt, sie ist Zeichen dafür, dass ihnen für ihr Amt die Kraft Gottes verliehen wurde. In der Apokalyptik gilt der Messias als der Gesalbte (Gottes), im NT Jesus Christus (Johannes 1, 41). In der katholischen Kirche ist die Salbung mit Öl Bestandteil der liturgischen Handlung, die Krankensalbung ist eines der sieben Sakramente. Sie wird Schwerkranken und Sterbenden gespendet und soll Stärkung und Trost bringen. Übertrieben feierliches Sprechen wird auch als salbungsvolles Sprechen bezeichnet.

Interpretation: Keine

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette