Wolke: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Symbolonline
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt: „'''Keyword:''' Wolke '''Links:''' Freiheit, Himmel, Logos, Luft, Oben, Regen, Traum, Wetter '''Definition:''' Wolken (mhd. wolke…“)
 
K
 
Zeile 7: Zeile 7:
 
'''Information:''' Keine
 
'''Information:''' Keine
  
'''Interpretation:''' Im gesamten Abendland gelten Wolken als Symbole der Verhüllung. Gott zieht im 2. Buch Mose als Wolkesäule vor den Israeliten her, die aus Ägypten auswandern (13, 21) und auch der auferstandene Christus wird von Wolken verhüllt (Apostelgeschichte 1, 9). Auf Bildern des jüngsten Gerichts wird der Thron Gottes aus Wolken gebildet und in der frühmittelalterlichen Kunst ist der Schöpfer durch eine Hand symbolisiert, die durch die Wolken dringt, noch heute bedeutet dieses Bild göttliche Allmacht. Im Islam steht die Wolke für die Unerforschlichkeit Allahs und Naturreligionen bringen die Wolken als Regenbringer in Verbindung mit Fruchtbarkeit.
+
'''Interpretation:''' Im gesamten Abendland gelten Wolken als Symbole der Verhüllung. Gott zieht im 2. Buch Mose als Wolkensäule vor den Israeliten her, die aus Ägypten auswandern (13, 21) und auch der auferstandene Christus wird von Wolken verhüllt (Apostelgeschichte 1, 9). Auf Bildern des jüngsten Gerichts wird der Thron Gottes aus Wolken gebildet und in der frühmittelalterlichen Kunst ist der Schöpfer durch eine Hand symbolisiert, die durch die Wolken dringt, noch heute bedeutet dieses Bild göttliche Allmacht. Im Islam steht die Wolke für die Unerforschlichkeit Allahs und Naturreligionen bringen die Wolken als Regenbringer in Verbindung mit Fruchtbarkeit.
  
 
Wenn man den freien Himmel mit einer offenen, heiteren, freien Stimmungslage und Geistigkeit assoziiert, dann sind die aufziehenden Wolken symbolisch meist etwas, was diese gute Stimmungslage modifiziert. Dies kann zum Positiven hin ("Schönwetterwolken", "auf Wolke 7 schweben", aber auch: aus allen Wolken fallen, wenn man sich Luftschlösser gebaut hat oder zu idealistische Vorstellungen hatte) oder zum Belastenden hin geschehen (Dunkle Wolken, Gewitterwolken).
 
Wenn man den freien Himmel mit einer offenen, heiteren, freien Stimmungslage und Geistigkeit assoziiert, dann sind die aufziehenden Wolken symbolisch meist etwas, was diese gute Stimmungslage modifiziert. Dies kann zum Positiven hin ("Schönwetterwolken", "auf Wolke 7 schweben", aber auch: aus allen Wolken fallen, wenn man sich Luftschlösser gebaut hat oder zu idealistische Vorstellungen hatte) oder zum Belastenden hin geschehen (Dunkle Wolken, Gewitterwolken).

Aktuelle Version vom 9. Oktober 2015, 12:02 Uhr

Keyword: Wolke

Links: Freiheit, Himmel, Logos, Luft, Oben, Regen, Traum, Wetter

Definition: Wolken (mhd. wolke, ahd. wolka, eigentlich die Feuchte, d. h. die Regenhaltige) sind sichtbar am Himmel schwebende Ansammlungen von Wassertröpfchen oder Eiskristallen in unterschiedlicher Form und Farbe.

Information: Keine

Interpretation: Im gesamten Abendland gelten Wolken als Symbole der Verhüllung. Gott zieht im 2. Buch Mose als Wolkensäule vor den Israeliten her, die aus Ägypten auswandern (13, 21) und auch der auferstandene Christus wird von Wolken verhüllt (Apostelgeschichte 1, 9). Auf Bildern des jüngsten Gerichts wird der Thron Gottes aus Wolken gebildet und in der frühmittelalterlichen Kunst ist der Schöpfer durch eine Hand symbolisiert, die durch die Wolken dringt, noch heute bedeutet dieses Bild göttliche Allmacht. Im Islam steht die Wolke für die Unerforschlichkeit Allahs und Naturreligionen bringen die Wolken als Regenbringer in Verbindung mit Fruchtbarkeit.

Wenn man den freien Himmel mit einer offenen, heiteren, freien Stimmungslage und Geistigkeit assoziiert, dann sind die aufziehenden Wolken symbolisch meist etwas, was diese gute Stimmungslage modifiziert. Dies kann zum Positiven hin ("Schönwetterwolken", "auf Wolke 7 schweben", aber auch: aus allen Wolken fallen, wenn man sich Luftschlösser gebaut hat oder zu idealistische Vorstellungen hatte) oder zum Belastenden hin geschehen (Dunkle Wolken, Gewitterwolken).

Literatur: Standard

Autor: N. N.